Der 1962 in Ansbach geborene Fotokünstler studierte Innenarchitektur in Coburg mit den Schwerpunkten Entwurf, Darstellungsmethodik, Innenausbau, Möbeldesign und Architekturfotografie.

Seit 1992 ist er freiberuflich als Digital- und Fotokünstler, Zeichner, Illustrator, Innenarchitekt und Designer tätig, außerdem seit 2010 Lehrbeauftragter an der Hochschule Ansbach, lebt und arbeitet in Friedrichsdorf und Ansbach.

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Harald Weber über seine Arbeit „Mit meinen fotografischen Abstraktionen der Wirklichkeit löse ich mich bewusst von der fotorealistischen Quelle und den didaktischen Verfahrensregeln der Architekturfotografie. Lichtobjekte, hinterleuchtete Hochhausfenster oder beleuchtete Architektur hinterlassen nachts unsichtbare Spuren in der Atmosphäre, wenn man sie – z.B. als bewegter Betrachter – durchreist. Visualisiert enthüllt sich ihre Anmut – fast wie das tanzende Spiel der Nordlichter – auf dem Nachthimmel. Entstandene, räumliche Strukturen, die Gebäude fast organisch wirken lassen, als wären sie lebendige Wesen, kann ich auf diese Weise künstlerisch einfangen. Durch dieses Zulassen des eigenen Weges entstehen traumähnliche Impressionen und Fiktionen der Wirklichkeit, die der Fantasie des Betrachters ihren individuellen Spielraum lassen.“

Im Dialog … 
Eine Verfahrensbeschreibung
Inspiration …, finde ich im täglichen Leben … Fassaden, Wände, Zeitschriften,
in der Natur, auf der Straße…
es erscheinen Oberflächen, Strukturen, Formen, Farben, Farbzusammenhänge
in meinem Blickfeld,
mein malerisches Interesse wird geweckt …
• Eine Idee, Begeisterung und Entdeckerdrang helfen mir nun bei einer ersten
  Visualisierung in meinem Kopf, es entwickelt sich …
• z.B. Farben, Spachtelmassen Objekte die ich glaube zu benötigen, meinen
  Auge im Moment schmecken, werden vorbereitet;
• zu Beginn lasse ich mich auf mein Unterbewusstes ein, lasse mich führen …, fallen
  im Vertrauen auf die „richtigen“ Gesten, ungewolltes …
• mit Wurfgesten werfe und schütte ich dünne Farbe, flüssige Breie, Asche, Farbmassen
  auf den Malgrund …,  drehe, schiebe, kippe diesen
• irgendwann fordert das Bild von mir … der bewusste Dialog beginnt
• das Bild fordert oder es braucht meinen kompositorischen Eingriff meine Reaktion,
  meine Antwort